Kritische Gedanken zu Black Friday

Black Friday, alles super? Oder doch nicht ganz so cool? Hier ein paar kritische Gedanken zu diesem Tag!

Kulturelle und verhaltensbezogene Bedenken:

1. Übermässiger Konsum und Wegwerfkultur: Black Friday fördert oft den Kauf von Dingen, die man nicht benötigt, nur weil sie günstig sind. Dies kann zu einer Kultur des Überkonsums und einer erhöhten Produktion von Abfall führen, da viele gekaufte Artikel schnell entsorgt werden.

2. Sozialer Druck und FOMO (Fear of Missing Out): Viele Menschen fühlen sich durch die intensive Werbung und die Atmosphäre um den Black Friday unter Druck gesetzt, an den Einkäufen teilzunehmen. Sie fürchten, gute Angebote zu verpassen, was zu unnötigem Stress und zu Entscheidungen führen kann, die sie später bereuen.

3. Veränderung des Käuferverhaltens und moralische Bedenken: Black Friday kann zu impulsivem und manchmal unethischem Verhalten führen, wenn Kunden um Produkte konkurrieren. Dies kann eine Abstumpfung gegenüber den Auswirkungen ihres Konsums auf die Umwelt, die Wirtschaft und die Gesellschaft insgesamt zur Folge haben.

Soziale und ethische Bedenken:

1. Arbeitsbedingungen im Einzelhandel: Mitarbeiter im Einzelhandel und in der Logistik sind oft extremem Druck ausgesetzt. Sie arbeiten lange Stunden unter stressigen Bedingungen, oft ohne angemessene Kompensation oder Anerkennung, um die hohe Nachfrage und den Kundenzustrom zu bewältigen.

2. Kleine Unternehmen und lokale Märkte: Black Friday begünstigt grosse Einzelhändler und Online-Plattformen, die sich tiefe Rabatte leisten können. Kleinere Geschäfte und lokale Märkte können oft nicht mithalten, was ihre finanzielle Stabilität und Überlebensfähigkeit gefährden kann.

3. Förderung von übermässigem Konsum und Umweltauswirkungen: Der durch Black Friday geförderte Massenkonsum trägt zur Verschwendung von Ressourcen und zur Erhöhung der Umweltbelastung bei. Dies beinhaltet nicht nur die Produktion der Waren selbst, sondern auch die Logistik – Transport, Verpackung und die damit verbundenen Emissionen.

Umweltbedenken:

1. Erhöhter CO2-Fussabdruck: Der Anstieg des Einkaufsvolumens, insbesondere online, führt zu einem signifikanten Anstieg der CO2-Emissionen durch Versand und Lieferverkehr. Die hohe Anzahl an Bestellungen resultiert in mehr Transport und damit verbundenen Emissionen.

2. Abfallproduktion: Die Black Friday-Verkäufe führen oft zum Kauf von unnötigen Artikeln, was eine Kultur des Überkonsums fördert. Dieses Verhalten führt zu einer Zunahme von Abfällen, einschließlich Verpackungsmaterialien und weggeworfenen Produkten.

3. Ressourcenverbrauch und Umweltauswirkungen der Produktion: Die Nachfrage nach massenproduzierten Waren am Black Friday setzt Ressourcen unter Druck und führt zu deren schnellerer Erschöpfung. Die Produktion dieser Waren beinhaltet oft energieintensive Prozesse, die zur Umweltverschmutzung beitragen, einschliesslich Entwaldung, Verschmutzung und Verlust an Biodiversität.

Wirtschaftliche Bedenken:

1. Finanzielle Belastung für Verbraucher: Black Friday-Angebote können zu Impulskäufen verleiten, was oft dazu führt, dass Verbraucher mehr ausgeben, als sie sich eigentlich leisten können. Dies kann zu erhöhter Verschuldung und finanziellen Schwierigkeiten führen.

2. Schädigung kleiner Unternehmen: Grosse Einzelhändler und Online-Plattformen dominieren den Black Friday mit tiefen Rabatten, was für kleinere Unternehmen schwer zu konkurrieren ist. Dies kann zu Umsatzeinbussen und potenziell zu Geschäftsschliessungen bei kleineren Einzelhändlern führen.

3. Verzerrung des Marktverhaltens: Black Friday kann ein künstliches Kaufverhalten erzeugen, bei dem Konsumenten ihre Einkäufe bis zu den Rabattaktionen verschieben. Dies kann zu einer Verzerrung der normalen Markt- und Verkaufsdynamiken führen und ungesunde Wirtschaftszyklen mit Spitzen und darauf folgenden Einbrüchen verursachen.

Versteht mich nicht falsch, ich liebe Schnäppchen, aber diese Auswirkungen geben mir schon zu denken... was meint ihr dazu?

Seid lieb gegrüsst, Eure Kate <3

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